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Arbeitskleidung aus dem Familienbetrieb

Meier Tobler war auf Besuch in der Produktion von Meier Tobler. Folgend der Artikel aus dem internen Mitarbeitermagazin von „hello inside“ vom Juni 2019.

Arbeitskleidung aus dem Familienbetrieb

Für die Beschaffung der Arbeitskleidung arbeitet Meier Tobler mit dem Schweizer Label Ernesto Vargas zusammen. In Bukarest werden die Arbeitshosen für Meier Tobler gefertigt. Ein Besuch vor Ort.

Auf einer privaten Reise nach Bukarest liess es sich Martin Schäppi nicht nehmen, um vor Ort Bernd Schoop zu besuchen, einen ehemaligen Mitarbeitenden von Meier Tobler, der nun aber Lieferant für seinen früheren Arbeitgeber ist. Vor vier Jahren hat er das Label Ernesto Vargas gegründet, mit dem er nun für verschiedene Kunden Arbeitskleider herstellt. Für den Auftrag von Meier Tobler fertigt er in der rumänischen Hauptstadt Arbeitshosen.

Hosen statt Panzer

«In einem der grössten Industriegebiete von Bukarest, wo der rumänische Staat früher Panzer, Züge und Flugzeuge produziert hat, stehen zerfallene Industriehallen neben sanierten Industriegebäuden», beschreibt Martin Schäppi seine ersten Eindrücke. Mittendrin siedelt sich neues Handwerk und Leben an. «16 Mitarbeitende schneiden zusammen mit dem Besitzerehepaar Nina und Sorin die Bestandteile unserer Hosen aus Stoffrollen, nähen an surrenden Nähmaschinen alles zusammen und platzieren Knopflöcher und Knöpfe.» Danach folgt die Qualitätskontrolle, bevor die Hosen gebügelt und einzeln verpackt werden. «Eine Hose besteht je nach Modell aus 20 bis 70 Einzelteilen»,  bestätigt Bernd Schoop, «davon muss fast alles grössenabhängig zugeschnitten werden.»

OPTIMALE ARBEITSBEDINGUNGEN

Das Volumen des Auftrages von Meier Tobler mit über 3’000 Hosenpaaren haben gemäss Bernd Schoop den Umzug des Produktionsbetriebs in diese renovierte und grössere Halle ermöglicht.
«Ein neuer Bodenbelag, eine Klimatisierung, Sonnenschutz an den Fenstern, eine neue Beleuchtung – ich bin überrascht und beeindruckt von der anmutigen Arbeitsumgebung», so Martin Schäppi. Für Bernd Schoop ist das selbstverständlich: «Mir ist es ein Anliegen, dass die Menschen hier mit gutem Material in einem angenehmen Umfeld arbeiten können – und dies vor allem zu fairen Arbeitsbedingungen.» Das bedeute für die Angestellten eine überdurchschnittliche Entlöhnung, schweizerische Arbeitszeiten sowie je nach Alter und Betriebszugehörigkeit vier oder fünf Wochen bezahlte Ferien. «Nur so kann ein hochwertiges Endprodukt entstehen und wir können die  Kleider mit gutem Gewissen unseren Schweizer Kunden anbieten.» Der Auftrag von Meier Tobler ermögliche es Ernesto Vargas ein noch stärkeres Engagement um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Langfristige Investition

Neben dem Nähsaal stehen den Mitarbeitenden ein ansprechender Aufenthaltsraum mit einer kleinen Küche mit Mikrowelle zur Verfügung. «Qualität beginnt im Umgang mit den Mitarbeitenden und zieht sich durch bis zu den verwendeten Rohmaterialien. Für die Hosen von Meier Tobler werden zum Beispiel hochwertige Stoffe aus England und Qualitätsgarne aus England, Deutschland und Polen verarbeitet.» sagt Bernd Schoop. «Einen Teil der Maschinen und einen Teil des neuen Innenausbaus der neuen Fabrikationsräume haben wir finanziert – damit wollen wir auch ein starkes Zeichen dafür setzen, dass sich Ernesto Vargas langfristig in Rumänien
engagieren will.»

Der Besuch vor Ort endet für Martin Schäppi bereits wieder – und er verlässt Bukarest beeindruckt: «Eins zu eins zu erleben, unter welch guten Bedingungen unsere Arbeitshosen entstehen, macht Freude. Und wie ich mitbekommen habe, freuen sich die Mitarbeitenden in Bukarest und das Team von Ernesto Vargas ebenfalls, wenn unsere Mitarbeitenden in der Schweiz Tag für Tag mit einem guten Gefühl in die Arbeitshosen von Meier Tobler steigen.»
(ms)